
SRB, AL, GR, MKD – Balkan im Mai 2024

Albanien im Mai 2024
Da es uns letztes Jahr in Bosnien und Montenegro sehr gut gefallen hat stand dieses Mal Albanien auf dem Plan. Wir reisten über Serbien an und verbrachten auch dort eine kurze Zeit. Ungarn leigt auf dem Weg und so gab es bei Hin- und Rückreise auch wieder einen Abstecher an den Balaton. Ganz kurz kratzten wir auch noch Griechenland und Nordmazedonien an.
Erster Halt, Dresden
Esrter Stop war bei Freunden in der Nähe von Dresden. Hier holten wir uns ein Reserverad ab. In Dresden holten wir dann noch an einer Amazon Station eine Bestellung ab. Hat gut funktioniert.
Ein Stückchen weiter, in Dohna, fanden wir einen Parkplatz der super für die Nacht geeignet war. Hier war es sogar explizit erlaubt zu übernchten (zum wiederherstellen der Fahrtauglichkeit).
Die Aussicht war auch garnicht so schlecht und sehr ruhig war der Platz auch.
Ungarn, Balaton
Da es bis zum Balaton kein großer Umweg war haben wir dort wieder für eine Nacht gehalten. Wir hatten hier schon einmal übernachtet und haben den gleichen Platz wieder aufgesucht. Ruhig und sehr nah am Wasser.
Abends dann einen kleinen spaziergang um Langos zu essen. Es war vor der Saison und so mussten wir ein Stück laufen bis wir eine offenen Imbiss fanden. War wieder sehr lecker.
Novi Sad - Serbien
Nachdem wir gut über die Grenze nach Serbien gekommen sind fuhren wir in Serbiens zweitgrößte Stadt, Novi Sad. Oberhalb der Stadt gibt es die Festung Varadin. Hier gibt es einige Plätze wo man die Nacht verbringen kann.
Wir machten einen Ausflug in die Stadt und besuchten ein russisches Restaurant wo wir Borstsch und Pelmeni gegessen haben. Ein bischen hier gucken ein bischen da gucken und dann sind wir wieder hoch zur Festung. Dort haben wir uns auch noch umgesehehen und sind dann schlafen gegangen.
Vrhpolje, Zlijebac, Uzice
Weiter ging es zum Ethno Selo Vrhpolje. Klein, alt aber ganz niedlich. Hier war aber nichts los und es ging weiter.
Kleine Pause am Fluss. Auf der anderen Seite des Flusses ist dann schon Bosnien & Herzegowina. Hier hätte man auch schön die Nacht verbringen können. Dafür war es aber noch zu früh am Tag so dass wir noch bis Uzice fuhren.
Hier gibt es einen kleinen Campingplatz. Man steht zwischen kleinen Birnenbäumen von deren Früchte der Besitzer Raki brennt. Den durften wir dann auch kosten. Raki ist eigentlich nicht so unser Ding aber der war echt trinkbar. Auch waren die Besitzer sehr nett und wir haben uns willkommen gefühlt.
Uvac Canyon
Wunderschöner Blick auf den Uvac Canyon. Einige Gänsegeier konnten wir auch beobachten. Schon geil, wenn so ein stattlicher Piepmatz nur wenige Meter an einem vorbeizieht. Hier haben wir eine Weile gechillt bevor es weiterging. Aber nicht ohne etwas zu essen.
Endlich wieder Cevapi 🙋♂️😂🇷🇸 und dazu gab es Schopska Salat. Die Bulette auf dem anderen Bild ist eigentlich auch Cevapi, nur in anderer Form 😂. War lecker.
Albanien
Von der serbischen Grenze ging es nach Montenegro. Das war garnicht so einfach weil das Navi meinte Strecken zu kennen die wir aber nicht nutzen durften. Nach mehreren Anläufen und einem 2h Umweg waren wir dann aber irgendwann in Montenegro. MNE war für uns dieses Mal nur Transitstrecke und am späten Nachmittag waren wir dann endlich in Albanien.
Hier fuhren wir als erstes durch das Vermosh Tal und waren direkt von der Schönheit geflasht. Eine sehr gute Starße die durch hohe, steile Berge führte. Tiere auf den Straßen und alte Häuser machten die Gegen unvergesslich und schön.
Am Ende des Tals haben wir dann einen Platz am Fluss gefunden wo wir etwas spazieren waren und auch übernachtet haben.
Teth
Nach einem kleinen Besuch in einem Albanischen Ort um ein paar Lebensmittel zu kaufen fuhren wir weiter in das Teth Tal. Der Weg dorthin ist spektakulär. Es geht erst relativ gerade und dann irgendwann ordentlich in die Höhe. Man hat halt ein paar fette Berge zu überqueren. Unterwegs begegnete uns sogar ein alter W50 … vermutlich übrig geblieben aus jugoslawischen Zeiten. Aber der Kasten sah sehr gut aus und hat ein ganzes Holzhaus über den Berg geschafft.
Im Tethtal angekommen wieder nur staunen weil das alles so geile Natur ist. Rundherum die fetten, kargen Berge … herrlich.
Am nächsten Tag machten wir dann eine Wanderung zum Blu Eye im Teth. Die Wanderung war recht einfach, mit alpinem Charakter, durch eine tolle Landschaft. Hier hielt es sich auch mit dem Dreck noch in Grenzen. Das soll woanders noch viel schlimmer werden.
Die Sitzgelegenheiten der Bar waren auch sehr speziell, aber irgendwie auch cool. Immer wieder kreuzten Eidechsen unseren Weg. Deren Population scheint hier wirklich noch in Ordnung zu sein.
Wir hatten hier einen schönen Tag bevor wir Teth wieder verlassen haben und weiter Richtung Shkodër fuhren. Wieder einmal über den Berg.
Shkodër Municipality, Ura e Mesti, Shëngjin, Patok Lagune
Übernachtung an einem See mit seeehr vielen Fröschen. Alter, war das laut. Nur gut, dass es recht kühl war und wir keine Fenster aufmachen mussten. So ging es. Cevapis hatten wir uns zum Abendessen mit etwas Gemüse gebraten. Richtig lecker.
Ura e Mesti, eine ottomanische Bogenbrücke vermutlich aus dem 18. Jahrhundert über den Fluss Kir.
Shëngjin, Mittagspause am Strand. Hier ist Sandstrand mit echt weichem, allerdings schwarzem Sand. Mal was anderes. Und auf eine Buhne soweit rauffahren zu können ist auch schon geil. Man hätte noch weiter vor gekonnt, aber dann muss man auch alles wieder rückwärts runter … och, nööö.
Patok Lagune, ein wenig spazieren gewesen und unseren 21. Hochzeitstag genossen. 😍 Diese Stelzenhäuser gibt es hier wie Sand am Meer. Irgendwie cool, aber absolut nicht DIN konform. Das Essen war lecker und wir konnten auf dem Parkplatz übernachten. Mit Blick aufs Wasser.
Kap Rodon
Heute haben wir eine Wanderung am Kap Rodon gemacht. Auch wieder ein schöner Flecken Erde … wenn man sich drum kümmern würde. Der Müll, der hier vom Wasser angespült wird, ist wirklich unglaublich. Auch der eigentliche Strand war verwahrlost und nicht schön anzusehen. Schade. Der Gratweg, der früher wohl mal sehr schön gewesen sein muss, ist komplett zugewachsen. Man kommt nicht mehr durch. Auch sehr schade. Dafür kamen abends Wildpferde an unser Auto und es gab jede Menge „Blitzekäfer“.
Divjakë Nationalpark, Orikum - Bucht von dukatit, Borsh - Bucht Grava
Hier im Nationalpark sollen 5% des Krauskopfpelikan-Weltbestandes leben. Eigentlich ein netter Nationalpark, aber auch hier fehlt ein wenig Pflege. Sehr gut markierte Wanderwege (für Albanien). Aber wenn dann auf halber Strecke eine wirklich einfach instand zu haltende Brücke nicht mal repariert wird … schon blöd. Btw.: Pelikane haben wir keine gesehen … dafür aber Flamingos … weit weg … aber gesehen
Weiter dann mal hier mal da angehalten und einfach ein bischen rumgepimmelt.
In der Bucht von Dukatit haben wir eine Nacht verbracht und schön gebadet.
Bei Borsh haben wir eine weitere Nacht und einen schönen entspannten Vormittag verbracht. Fast schon Karibikfeeling … wenn der Sand am Strand etwas feiner wäre.
Syri i Kalter 2 - Blue Eye 2, Gjirokastra
Bashkia Përmet, Pampa in Albanien, Griechenland
Besuch der ziemlich kalten warmen Quellen in Albanien. War den Abstecher nicht wirklich wert, aber auch kein großer Umweg. Ganz schön voll war es auch trotz Wochentag und Nebensaison.
Kaffeepause in der albanischen Pampa. Kurz vor Griechenland. Wieder mal ne coole Brücke und auch sonst ganz schön hier. Umgeben von Natur. Wenn’s schon später wäre könnte man hier gut nächtigen. Wetter ist heute mal nicht so prall.
Da wir direkt an der griechischen Grenze vorbeikamen dachten wir uns das wir Griechenland auch mal einen kurzen Besuch abstatten könnten. Leider überhaupt kein schönes Wetter. Also was futtern, pennen und weiter in Richtung Nordmazedonien. Das Essen war saulecker und die Bedienung sehr freundlich und zuvorkommend. Der Koch kam persönlich, um essen zu empfehlen und zu fragen, ob wir Unverträglichkeiten hätten und was wir mögen und was nicht. Hat bei uns in DE bisher nie einer gefragt.
Prespasee und passhöhe zwischen prespasee und ohridsee
Heute ging es weiter nach Nordmazedonien. Erster Zwischenstopp auf dem Weg zum Ohridsee ist der Prespasee. Hier gabs endlich mal was zu essen und nen Kaffee. Unterwegs waren wir noch in Griechenland im Supermarkt und haben unsere Vorräte aufgefüllt. Die Grenze war die bislang entspannteste. Kurz in den Ausweis geschaut und durchgewunken. Da wurde an anderen Grenzen mehr Brühe gemacht. Und es gab Pfaue an der Grenzstation.
Unser Übernachtungsplatz. Schön auf dem Berg, aber leider mit viel Nebel und Wind. Ab und an hatten wir aber trotzdem sehr schöne Aussichten. Die Abfahrt am nächsten Morgen vom Pass war dann schon sehr spannend bei 5m Sichtweite wegen extremen Nebel.
Ohrid
Ohrid. Ein sehr nettes Örtchen. Die Altstadt ist besonders sehenswert. Lauter kleine Gassen und Treppen. Richtig niedlich. Zu essen gab es auch: Ohridsee Forelle. Später haben wir erfahren, dass diese auf der roten Liste steht, aber in NMK noch gefangen werden darf. Auf der anderen Seite vom See, in Albanien stört das niemanden, dort wird sie nach wie vor befischt … man sagt sogar mit Dynamit ^^ Hätten wir das da schon gewusst, wäre sicher etwas anderes auf dem Teller gelandet.
White Beach
Da wir so mistiges Wetter hatten und hier die Aussichten nicht besser wurden sind wir kurzentschlossen wieder nach Albanien ans Meer gefahren. Eine gute Idee.
Wir landeten auf einem Campingplatz mit Namen „White Beach“. Eigentlich hätte der Platz ja Potenzial. Aber irgendwie bekommen die es einfach nicht auf die Reihe. Vollen Preis nehmen und dafür eigentlich Nix liefern. WLAN schlecht, kalte Duschen, Strand sieht aus wie ein frisch gepflügter Acker … so wird das doch Nix 🤷♂️. Na immerhin ist es nicht mehr so kalt und die Dämmerung brachte schönes Licht. Ruhig ist es auch, nur das rauschen des Meeres. Achso, warum das White Beach heißt kann uns bestimmt auch niemand sagen.
Cudhi - Bovilla-Stausee
Der Bovilla Stausee. Das Trinkwasserreservoir für Tirana. Hier kann man es gut aushalten. Schönes Wetter, tolle Stellplätze und sogar ein Esel rennt hier rum ( auf den Fotos jeweils: Esel unter sich 😂✌️).
Eine Aussichtsplattform in luftiger Höhe gibt es auch. Dort waren wir natürlich auch. Wenn man sich die Platform und den Steig dort rauf nicht genauer ansieht (keine DIN in AL) passt das schon. Unsere Bauingenieure würden vor lachen wohl nicht in den Schlaf kommen. Aber oben wird man für seinen Mut mit einer sensationellen Aussicht belohnt.
Hier haben wir dann auch, mit toller Aussicht, übernachtet.
Valbonatal
Vom Bovilla Stausee geht es nun weiter ins Valbonatal. Eine letzte Station die wir hier in AL besuchen wollen.
Der weg dorthin war mühsam und teilweise sehr aufregend. Schlechte und schmale Straßen und LKWs die einem dort engegengeballert kamen. Aber landschaftlich eine sehr schöne Strecke.
Im Valbonatal wieder super schöne Aussichten auf fette Berge und die Valbona.
Unseren Übernachtungsplatz wählten wir direkt an der Valbona. Die rauscht hier ganz ordentlich, aber wenn nachts die Autotüren zu sind ist es ein angenehmes rauschen. Haben gut geschlafen. 2 Wachhunde hatten wir dann auch in der 2. Nacht.
Eine kleine Wanderung haben wir noch gemacht. Schöne kleine Runde mit Blick auf die über 2500m hohen Berge. Geil.
Koman Stausee
Um das Valbonatal zu verlassen gibt es 2 Möglichkeiten. Fast einen ganzen Tag mit dem Auto um den See fahren oder die Fähre nehmen.
Um 9:00 Uhr sollte es losgehen, aber außer dem Kahn ist keiner da. Nicht mal der Kapitän. Um 9 fährt schon mal keine Fähre. Um 10 Uhr auch nicht. Ein Ticket für 85€ durften wir aber schon mal kaufen. Nun soll es um 12 oder 13 Uhr losgehen. So genau weiß das keiner. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit angeln und nichts tun.
Um 13:00 Uhr kam dann auch tatsächlich eine Fähre. Die war allerdings viel kleiner als die die dort stand. Richtig wohl war mir nicht aber andere haben es ja auch überlebt.
Die 2.5h Fahrt waren dann aber sher entspannt und die Landschaft wieder großartig. Manchmal dachte man man sei in Norwegen auf den Fjorden unterwegs. Leider wieder das allgegenwärtige Müllproblem. Hoffentlich bekommen die das noch irgendwann auf die Reihe. Echt schade um das Land.
Auf der anderen Seite, in Koman, angekommen war die Abfahrt echt der Hammer. Der Fähranleger ist echt klein und die Auro mussten über ordentliche Kanten fahren, wobei auch der Eine oder Andere aufsetzte. Dann kam direkt ein einspuriger Tunnel. Die Straße die dann folgte war der Oberkracher. Loch an Loch … und hält doch. 20km richtig schlechte Straße. Das schlimmste was wir in Albanien erlebt haben. Aber landschaftlich teilweise echt ein Hingucker.
Wieder durch Serbien
Von Albanien ging es wieder über Montenegro nach Serbien.
Eine Pause machten wir noch am Uvac. Hier hätte man auch übernachten können aber dafür war es noch zu früh. Ein paar Kilometer wollten wir noch. Durch heftigste Regenfälle mussten wir auch und kamen dann abends irgendwan wieder auf der festung Petrovaradin bei Novi Sag an. Hier übernachteten wir wieder.
fazit
Der Balkan ist ein sehr gutes Reiseziel wenn du mit dem Camper unterwegs bist. Die Küstengebiete sind derzeit sehr oft Baustellen. Wenn die Hotels, die gebaut werden, tatsächlich mal irgendwann voll werden sollten macht das hier sicher keinen Spaß mehr. Es gibt hier aber auch Probleme wie eine sehr starke Umweltverschmutzung. Das ist oft nicht schön anzusehen. Auch solltest du damit klarkommen dass es überall frei laufende Hunde gibt. Diese sehen teilweise nicht gesund aus und können einem dann leid tun. Wir hatten mit den Hunden kein Problem. Sie waren in der Regel friedlich und haben sich über etwas Futter sehr gefreut.